GEGEN DIE ANIMOSITÄT    {„…und wo kommst du her?!...“}

 

(Leseprobe von meinem Werk „Das Gericht des gelobten Rechtsstaates“-/& "Ein Leben lang nur ein Geduldeter")

 

 

{Aus dem Gedächtnisprotokoll der Familie des Autors. Diese Kurzgeschichte gibt den exakten Verlauf des Sachverhaltes wieder und basiert auf dem wahren Geschehen.}

Vorwort zum Anhang

 

Für den interessierten Leser, der sich eingehend mit den Hintergründen der dargestellten Problematik befassen möchte, wurde der Anhang zusammengestellt.

Es besteht aus Kopien der Dokumente, die im Vorfeld und während des Prozesses eine Rolle gespielt haben: Schreiben der Anwälte, Gutachten, Fotos, Urteile usw. Die angefügten Kopien entsprechen den Originalen, abgesehen davon, dass aus Gründen des Datenschutzes die Namen der beteiligten Personen verändert wurden.

Sollten sie dennoch Ähnlichkeiten mit Ihnen bekannten Personen feststellen, sind diese rein zufällig und keinesfalls beabsichtigt.

Es ist das Anliegen des Autors, dem Leser auf diese Art einen umfassenden Eindruck der Gesamtsituation zu vermitteln.

 

 

Ein gemeinsames Kind haben sie schon, einen zweijährigen Sohn. Der Sohn kommt nach seinem Vater, ist ihm komplett ähnlich und heißt Panteon. Dieses Kind verfügt über eine zarte, beinahe göttliche Schönheit und in genau 12 Tagen wird es 2 Jahre alt. Als der Junge18 Monate geworden war, konnte es schon recht klar und deutlich sprechen.

 

Der Ehemann strahlt Optimismus aus, er ist voller Elan. Selbst das Kind wirkt fröhlich und ist mit Enthusiasmus so außergewöhnlich früh aufgestanden. Allesamt, bei diesem hinterhältigen Morgengrauen, folgen sie beim Gehen den Schritten der Hochschwangeren.

 

Es wird ein Sohn. Sie werden um einen weiteren Sohn reicher. Laut den bisherigen Untersuchungen, die Frau Dr. Gynäkologin Klara Deutsch - eine hochtalentierte Ärztin und selber Mutter von drei Kindern - durchgeführt hat, ist seine Ehefrau kerngesund und das Baby im Mutterleib ist noch viel gesünder. Das hier, für einen gesunden Menschenverstand und für eine Familie überhaupt, ist als der Zenit des Lebensreichtums zu bezeichnen.

 

Sie müssen nicht lange gehen, nur ein paar Meter, bis zum Taxi.

 

Es ist ein Mittwoch, der 23.01.2013, gegen 5:30 Uhr. Mit dem Taxi fahren alle zusammen in Richtung Frauenklinik und kommen gegen 05:45 Uhr dort an.

 

Ihr erstes Kind ist in einem anderen Krankenhaus, in derselben Stadt, zur Welt gekommen. In jenem Krankenhaus, bei der Geburt des Sohnes, hat das Ehepaar miserable Erfahrungen gemacht und eine grauenvolle Aufnahme erlebt. Auch deshalb vielleicht entschieden sie sich dieses Mal für ein anderes Krankenhaus, auch darum, weil in der W… Frauenklinik die meisten Kinder der Stadt das Licht der Welt erblicken.

 

Der Ehemann, seine hochschwangere Frau und der erste Sohn, betreten die Frauenklinik. Im Inneren, in der Nähe vom Eingang, strahlt der Boden. Etwas weiter ist das nicht mehr der Fall. Die Wand ist befleckt, teilweise beschmutzt und es riecht stark nach antiseptischen Mitteln.

 

Sie stehen vor einer Tür. Die ist nicht von außen zu öffnen, sondern von innen. Diese Tür führt zu dem Bereich, in dem entbunden wird. Sie klingeln, und die Tür geht auf. Sie betreten den inneren Trakt der Klinik.

 

Der Empfang in Form von einem erzwungenen „Guten Morgen“ von der Dame, die ihnen die Tür aufmacht, verkörpert Menschen, die arbeiten gehen, nur weil sie dazu gezwungen werden. Nicht weil diejenigen Spaß, oder Interesse an die Arbeit hätten, sondern die Gewohnheit, die Rentenversicherung usw. verlangen es so.

 

Die höfliche Begrüßung des Ehemannes, eines gepflegten Akademikers, überstrahlt das wenig beleuchtetes Ambiente.

 

„Na dann, kommen Sie mal mit!“, sagt die Dame zu ihnen, dreht ihnen den Rücken zu und geht weiter. Sie bemühen sich, ihre hektischen Schritte zu folgen.

 

Bis jetzt war nirgendwo ein Desinfektionsspender zu sehen. Selbst hier, im Bereich der Entbindungsklinik, haben ihre Augen noch keinen erspäht. Obwohl so etwas, in der Regel und abgesehen von den multiresistenten Keimen und Viren, heutzutage als Pflicht verstanden wird.

 

Die Frau geht in einen Raum, die Familie hinter ihr her. Sie sind nun in der Aufnahme - oder im Empfangsraum.

 

Kurz nach 8:00 Uhr, am frühen Morgen dieses Mittwochs, dem 23.01.2013, wird die hochschwangere Ehefrau auf ein Bett im Empfangsraum gelegt. Eine Art CT - Gerät wird um ihren freigelegten Bauch angeschlossen, um die Herzschläge des Babys im Mutterleib wahrnehmen zu können. Die ersten Formalitäten hat dieselbe Dame von eben vorgenommen. Sie hat sich jetzt, letztendlich, vorgestellt:

 

„Ich heiße Walburga Schmiidt, mit zwei `ii´ geschrieben. Ich bin die zuständige Hebamme der Station.“

 

Das stark gerollte „r“ und „l“, während sie redet, ist bei Frau Hebamme Schmiidt kaum zu überhören. Zeitgleich kommt eine weitere, wesentlich jüngere Frau, in den Empfangsraum. Sie grüßt und stellt sich gleich vor:

 

„Guten Morgen! Mein Name ist Katja Gusica und ich befinde mich im 1. Ausbildungsjahr zur Hebamme.“

 

Es ist keine große Intelligenz nötig, um die Unzufriedenheit und die Nervosität an der Physiognomie der Auszubildenden, Frau Gusica, abzulesen.

 

„Familie a Zotti. Was für ein schöner Name!“, sagt die Hebamme, als sie die Versichertenkarte der schwangeren Ehefrau in das dafür geeignete Gerät einführt und die weiteren schriftlichen Aufnahmedaten aufnimmt.

 

Das Gesicht der Hebamme ist außergewöhnlich rot, während sie das sagt, und ihre Mimik ist einfach nicht fürs Lächeln geeignet. Somit hat die Hebamme der jungen Familie die Initiative, sich selbst vorzustellen, einfach genommen.

 

Anschließend fängt sie an, sich mit ihrer Kollegin, der Auszubildenden, in einer anderen Sprache zu unterhalten. Das Ehepaar schafft es nicht, diese Sprache einzuordnen, es ist auf jeden Fall eine slawische Sprache und in jenem Ambiente hört sie sich ausdrücklich seltsam und total gewöhnungsbedürftig an, insbesondere für das Ohr eines zweijährigen Kindes.

 

„Mama, das eben war kein Deutsch!“, sagt das kluge Kind gleich, aber sehr leise, damit sie ihn möglichst wenig mithören können.

 

„Und wie heißt Ihr Sohn?“, fragt erneut die Hebamme.

 

„Panteon.“, antwortet die Mutter des Kindes, die, wegen der ersten leichten Wehen, dabei ist, die passende Liegeposition auszuprobieren.

 

Das Ehepaar staunt nur, wieso die beiden Frauen sich nicht um die Schwangere kümmern, wofür sie schließlich bezahlt werden, sondern gleich in die Privatsphäre des Anderen vorzudringen versuchen!

 

„Was für einen großen Namen hat Ihr Sohn! Und was bedeutet das?“, erneut die Hebamme.

 

„Das ist einfach ein Name.“, antwortet der Ehemann.

 

Die Ehefrau, mit dem CT - Gerät an dem Bauch angeschlossen, dreht sich aufgrund der Schwangerschaftswehen. Sie staunt noch immer über die Aufnahme, die sie erleben. Dennoch, das Ehepaar ist besonnen, verfügt über einem hohen Maß an Intelligenz und Kultur und schweigt. Das Paar ahnt, dass es sich auf dünnem Eis bewegt, würde es wagen, die Damen an ihre Pflichten zu erinnern.

 

Die Antwort des Ehemannes stellt aber die Hebamme nicht zufrieden. Sie setzt deshalb ihren Fragemarathon fort:

 

„Sind Sie… Ich meine nur... Nur Sie könnten die Namen übersetzen… Denn ich dachte, wir beide dachten, Sie könnten möglicherweise `Juden´ sein!“

 

„Das wären wir auch sehr gerne. Ich fühle mich geehrt, davon abgesehen, dass selbst der Gottallmächtiger auch ein `Jude´ ist. Und wenn ich es mir erlauben darf hinzuzufügen, ein jeder Name in den unterschiedlichen Sprachen der Welt hat seine Bedeutung. Aber nicht jeder Name ist zu übersetzen.“, antwortet der Ehemann mit Vernunft, Höflichkeit und Wahrhaftigkeit.

 

„Sie sind doch keine Deutsche, oder?!“, die Hebamme erneut. Die Auszubildende schweigt nur, jedoch mit Interesse verfolgt sie die Fragen und Antworten so, als ob sie sie selbst stellen würde.

 

Wie oft hat der Ehemann solch eine Frage mit anhören müssen. Wie oft wurde ihm dieselbe Frage gestellt. Ihm, einem Bürger dieses Landes, der, dank seiner eigenständigen und brillanten integrativen Kraft, sogar auch literarisch als Schriftsteller hier tätig zu sein geschafft hat.

 

Jetzt stellt ihm wieder mal eine solche monotone und ausdrücklich unverhältnismäßige Frage ein „Persönchen“, das nicht einmal annähernd wie er in der Lage ist, die deutsche Sprache zum Ausdruck zu bringen. Einen deutschen Namen hat sie selber ebenfalls nicht, das noch obendrein.

 

„Eingebürgert und im Besitz eines deutschen Passes bin ich. Überdies bin ich ein `sekundärer Emigrant´, derjenige also, der etwas später nach Deutschland zugezogen ist. `Primäre Emigranten´, sind diejenigen, die sich seit über 75 Jahren hier aufhalten dürfen, falls das für Sie von so großer Bedeutung sein sollte. Insofern, die Definition - `Deutschland gegört allen hier lebenden Bürgern´ - ist, meines Erachtens, als einzige vertretbare aufzufangen.“, antwortet der Ehemann. Er ist in seinem Inneren etwas genervt, aber er will auf keinen Fall das Tier in diesen Frauen wecken. Er möchte erleben, dass hier in dieser Frauenklinik sein gesundes Kind zur Welt kommt. Dafür ist die junge Familie eigentlich hier.

 

„Und wo kommen Sie her?!“, die Hebamme bleibt bei ihrer Neugier.

 

„Wir kommen ursprünglich aus Albanien. Wir haben die Ehre, mit Stolz sagen zu dürfen, dass wir Albaner sind.“, antwortet der Ehemann, mit der Hoffnung, dass jetzt endlich mit solchen „Stasi Befragungen“ aufgehört wird. Seine Bildung und die warmherzige Erziehung gestatten ihm nicht, der Gesprächspartnerin dieselbe Frage zu stellen.

 

„Ah sooo!“, stöhnt die Hebamme.

 

„Sag doch gleich, Albanien liegt in der Nähe von Argentinien!!!“, interveniert die Auszubildende. Und das ist kein Scherz, oder Spaß, weil die beiden Damen keinen Sinn für Humor haben. Die Auszubildende hat ihren Satz voller Seriosität und selbstbewusst gesagt. Sie ist sogar stolz auf sich, mit dem was sie gesagt hat, als ob sie einen neuen Kontinent gerade eben entdeckt hätte.

 

„Ich meine ja.“, antwortet der Auszubildenden ernsthaft, ihre Kollegin, die Hebamme.

 

Das Ehepaar schweigt und staunt. Es erwidert nichts auf die soeben von den Frauen ausgesprochenen Behauptungen, weil es weiß, dass das keinen Zweck hat und auch keinen Sinn macht.

 

Die exzellente Kultur, über die es verfügt, würde dem Ehepaar nie erlauben die Gesprächspartnerinnen zu fragen: „Und woher kommen Sie denn?!...“ Weil nur Menschen, die selber woanders herkommen, derartige Fragen zuallererst stellen. Auch die zwei Krankenhausbeschäftigten halten sich für das, was sie in der Wirklichkeit nicht sind, und das was sie eigentlich nie sein wollten…

 

Demzufolge, kommt solch eine total bescheuerte Frage für das Ehepaar nicht in Betracht. Außerdem möchten die Beiden die unheilbaren Komplexe der Frauen nicht noch mehr strapazieren.

 

Nach genau 1 Stunde und 30 Minuten kommt endlich eine Ärztin in den Empfangsraum.

 

„Guten Morgen, ich heiße Doktor Stanislava Gudra.“, stellt sich Frau Dr. gleich vor und grüßt die junge Familie formal.

 

„Guten Morgen Frau Dr. Gudra, sehr erfreut. Familie a Zotti.“, antwortet der Ehemann höflich.

 

„Ist die Schwangerschaft gut verlaufen?“, fragt Frau Doktor, während sie den Mutterpass aufblättert.

 

„Bisher ist alles bestens verlaufen, und das Baby ist kerngesund.“, antwortet ihr Frau a Zotti.

 

„Das ist sehr gut. Das erkenne ich auch in Ihrem Mutterpass.“, sagt Frau Doktor.

 

Frau Doktor Gudra nimmt der hochschwangeren Frau Blut ab.

 

„Sie haben leichte Hände, Frau Doktor und sind eine sehr hübsche Frau, wenn ich das sagen darf.“, sagt Frau a Zotti, ohne irgendwelche Hintergedanken, ohne Vorbehalte.

 

„Uh, danke sehr! Das ist aber nicht alles im Leben. Ein Doktortitel erst recht nicht. Ich gehe auf die Vierzig zu und ich hätte selber sehr gern ein solches Kind wie Sie und auch ein weiteres dazu.“, antwortet die Ärztin.

 

Die anderen beiden Frauen sind im Moment ohne Beschäftigung.

 

„Frau Doktor, das kommt noch, bestimmt. Und dann haben Sie erst recht alles.“, Frau a Zotti, trotz ihrer ersten Wehen, versucht, der Frau Hoffnung zu machen.

 

„Ja…! Sie haben recht. Vielleicht. Aber dafür braucht eine Frau zunächst einen Mann. Und so einen gutaussehenden Mann, wie Ihren, noch dazu intelligent, findet eine Karrierefrau meistens nur im Traum!...“, die Ärztin lädt scheinbar ihre innere Last ab.

 

Die junge Familie sagt nichts mehr dazu.

 

„So! Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Geburt Ihres Kindes, Frau a Zotti. Ich habe jetzt Feierabend und möchte mich verabschieden. Aber eine Kollegin ist hier im Haus und sie wird bei Ihnen sein. Also dann, tschüss zusammen.“, sagt Frau Doktor Gudra und geht.

 

Die Ärztin hat sich ganze 20 Minuten in dem Raum aufgehalten.

 

Die Schwangerschaftswehen, die Frau a Zotti bis zu diesem Zeitpunkt spürt, sind der normalen und erträglichen Natur.

 

Jetzt endlich sehen die Hebamme und die Auszubildende in ca. 15 - minütigen Abständen nach der Ehefrau, um die Wehen zu kontrollieren und kleine Untersuchungen vorzunehmen, unter anderem, indem sie die Hand in den urogenitalen Vulva-Vagina Bereich einführen.

 

Gegen 08:00 Uhr wird die Hochschwangere in einen anderen Raum verlegt. Der Ehemann und der zweijährige Sohn können sie bis hierher begleiten. Zunächst wird das Gerät, ebenso eine Art CT, um den Bauch der Ehefrau herum angeschlossen. Ca. 10 Minuten danach, gegen 08:10 Uhr, geht die Hebamme aus dem Kreißsaal mit dem Argument, sie werde gebraucht.

 

Bei Frau a Zotti bleibt nur die Auszubildende.

 

Die Auszubildende führt in den 15 - minütigen Abständen ihre Hand in den urogenitalen Bereich von Frau a Zotti ein, um mit den Fingern zu messen, wie weit die Gebärmutter aufgegangen ist.

 

Anschließend hat sie sogar das Recht, alleine, ganz selbstständig und beliebig schriftliche Eintragungen in die auf dem Tisch liegenden Akten von Frau a Zotti vorzunehmen! Die Auszubildende informiert das Ehepaar dabei, indem sie ihnen ihre exakten Messungen kund tut:

 

„Es ist vier Zentimeter weit!“ „Es sind fünf Zentimeter geworden…!“

 

Herr a Zotti, der eine sehr gute Diplomarbeit mit Schwerpunkt Biologie und Medizin geschrieben hat, traut seinen Ohren und Augen nicht, als er das mit anhören und mit ansehen muss.

 

Inzwischen spürt Frau a Zotti starke Schmerzen, besonders im Rückenbereich. Dazu, insbesondere durch das Herumfummeln der Auszubildenden, wird die Hochschwangere gezwungen, ihre Halbliege- und Liegeposition stets zu wechseln. Das könnte bei Frau a Zotti noch weitere Schmerzen und Unannehmlichkeiten ausgelöst haben.

 

Erst gegen 8.50 Uhr kommt eine weitere Ärztin.

 

Die Ärztin, die zu diesem Zeitpunkt zu der jungen Familie kommt, sieht die Familie a Zotti zum ersten Mal. Sie gibt dem Ehepaar kaum die Chance, sie richtig einzuschätzen. Jedenfalls, eine solche Frauenphysiognomie, wie die der gerade gekommenen Ärztin, könnte höchstens ein sexuell versehentlicher Akt zwischen A.... Schwarzer und Woody Allen erzeugen. Nur so viel kann das blitzschnell erstellte Profil hergeben.

 

Alles gerät in Hektik, sobald sie in dem Raum auftaucht. Sie befiehlt dem Ehemann, zusammen mit seinem Sohn den Raum zu verlassen.

 

Der Ehemann, Herr a Zotti, leistet dem ausdrücklich aggressiven und unfreundlichen Befehl der Ärztin Folge! Er wird rausgeworfen und ihm wird somit das Recht, als Vater den Geburtsakt seines eigenen Kindes zu erleben, verwehrt!

 

Er darf sich, zusammen mit seinem zweijährigen Sohn, solange in dem Korridor des Hospitals aufhalten!

 

Erst gegen 09:20 Uhr wird ihm, dem Vater, das Recht erteilt, seine Ehefrau und sein eigenes Kind sehen zu dürfen.

 

Seine Frau, die sonst immer so fröhlich ist und Optimismus ausstrahlt, liegt kreidebleich und tief in Gedanken versunken im Bett des Kreißsaals. Auf ihrer Brust liegt das Baby, aber die Blicke der Mutter sind in Richtung Himmel gerichtet.

 

Sobald sie ihren Mann wieder sieht, fängt sie an zu weinen. Das Neugeborene schreit und weint ununterbrochen. Auch für den zweijährigen Sohn ist das hier eine ganz neue Situation. Der Ehemann versucht, seine Frau zu beruhigen. Sie hat Schmerzen im Beckenbereich. Keiner ist bei der Familie. Sie sind ganz alleine.

 

„Sobald du mit Panteon draußen warst, hat die Ärztin mit dem Aussehen eines Eichhörnchens einen weiteren Herrn dazu geholt. Weder sie noch der Herr haben sich vorgestellt. Stattdessen haben sie mit Hilfe eines Gerätes, das ich so schnell kaum identifizieren konnte, unseren Sohn herausgesaugt! Der Geburtsakt unseres Sohnes wurde unnötig beschleunigt. Unser Kind wurde herauskatapultiert, mein Schatz!“, berichtet seine Ehefrau über den erlebten Höllentrip in einem deutschen Krankenhaus.

 

Herr a Zotti ist entsetzt und hört nur zu. Das Baby liegt auf der Mutter, weint und schreit. Keine von den Frauen, die hier beschäftigt sind und für ihre Pflicht und Arbeit auch noch bezahlt werden, wäscht das Kind. Keine von ihnen putzt das Gesicht und den Körper des Babys.

 

„Mir wird einfach übel, wenn ich die Politiker dieses Landes in den Nachrichten höre, indem sie sagen: `Kinder sind unsere Zukunft!´ Sollte doch die Familienministerin selber hierher kommen und unter der Obhut solcher primären Emigranten mit slawischer Herkunft ihre Kinder zur Welt bringen.“, spricht seine Ehefrau wieder einen Refrain der Wahrheiten aus.

 

„Keiner hat sich um das Baby gekümmert?!“, fragt der Ehemann.

 

„Das Kind ist gegen 09:03 Uhr zur Welt gekommen. Gleich nach der Geburt und sobald die Nabelschnur des Kindes verbunden war, nahm die sogenannte Hebamme es zum Wiegen mit. Und nach ca. einer Minute brachte sie das Kind wieder zu mir. Anschließend ging sie prompt raus!“, antwortet seine Frau.

 

Er versucht seine Ehefrau, die durch den erlebten Höllentrip total mitgenommen und empört ist, einigermaßen abzulenken. Das gelingt ihm dieses Mal aber kaum.

 

Denn, das was sie, als junge Familie, gerade erleben, kommt sicherlich selbst in den Entwicklungsländern der „dritten Welt“ nicht vor, geschweige denn, in einem fortgeschrittenen, in einem so genannten „freien Land“, wie es Deutschland ist.

 

„Wie möchtest du das Kind nennen?“, fragt er sie.

 

„Entscheide du!“, antwortet sie.

 

Er sagt zunächst nichts.

 

„Ich möchte, dass du unserem Sohn den Namen gibst. Suche bitte einen großartigen Namen für ihn aus, damit diese `Schattengestalten´ vor Neid explodieren.“, sagt ihm seine Ehefrau.

 

„Jumbiter. Wir geben ihm den Namen Jumbiter.“, sagt der Ehemann zu ihr, der diesen tollen Namen für sein Kind aussucht.

 

Gegen 09:50 Uhr kommt die Auszubildende in den Kreißsaal. Die Anderen lassen sich nicht mehr blicken!

 

„Wir müssen hier, den Raum, freimachen! Ich verlege Sie jetzt in einen anderen Raum.“, sagt die Auszubildende und verlegt Frau a Zotti mit dem Baby in ein weiteres Zimmer.

 

Jetzt sind sie zu viert: Der Vater, die Mutter und ihre zwei Söhne, und sie befinden sich in einem weiteren Zimmer. In diesem Raum ist es sehr kalt. Draußen herrschen niedrige Temperaturen, es ist Winter. Die Tür von diesem Raum steht offen, alle Fenster sind geöffnet, die Heizkörper sind nicht aufgedreht.

 

Gegen 10:30 Uhr kommt die Auszubildende in den Raum, um dem neugeborenen Kind den Namen ums Handgelenk herum anzubringen.

 

Erst als der Ehemann sie darauf aufmerksam macht, dass es im Raum sehr kalt ist - was sie bejaht -, erst dann ergreift die Auszubildende die Initiative, die Fenster zu schließen und die Heizung aufzudrehen! Anschließend, gegen ca. 10:40 Uhr, verlässt sie mit den Worten: „Jetzt haben wir Pause!“ den Raum.

 

Das Zimmer, in dem sie sich befinden, wärmt sich sehr schlecht und langsam auf. Sie müssen in dem noch recht kalten Raum allein bleiben, während das neugeborene Baby die ganze Zeit ununterbrochen schreit und weint.

 

Bis um genau 13:30 Uhr sind sie zurückgelassen und irgendwie in dem kalten Raum vergessen worden. Bis zu diesem Zeitpunkt kommt keiner zu ihnen, um Frau a Zotti zu erklären, wie sie das Baby stillen soll. Auch keine von den gesamten Damen gibt sich die Mühe, das Baby zu reinigen, bzw. überhaupt einmal auf das neugeborene Kind einen Blick zu werfen und nach dem Stand zu fragen!

 

Erst jetzt, als letztendlich die „Pause vorüber ist(!)“, kommt die Auszubildende zu der jungen Familie. Sie verlegt Frau a Zotti zusammen mit ihrem Baby in ein weiteres Zimmer. Danach verlässt sie den Raum. Keine weiteren Informationen werden ihrerseits gegeben. Nichts wird erklärt, nichts wird angesprochen, auf gar nichts wird Frau a Zotti hingewiesen; keine Empfehlung, bis zu diesem Zeitpunkt, keine Fürsorge, kein Ratschlag, nichts!

 

Die Auszubildende taucht nicht mehr auf. Wenigstens, erst nach einigen Stunden, ist jetzt der Raum für das Baby und auch für die Mutter ausreichend beheizt.

 

Der Aufenthalt in der Frauenklinik, ist für Frau a Zotti mit dem Baby eine seltsame Odyssee. Verständlicherweise, schafft sie es kaum, über den Horror hinweg zu kommen, den die Mitarbeiter der Klinik ihr bereitet haben.

 

Sie wird regelmäßig von ihrem Ehemann und dem zweijährigen Sohn im Krankenhaus besucht.

 

Es ist Freitag, der 25.01.2013. Draußen liegt ein wenig Schnee, es herrschen Temperaturen knapp unter 0°C. Heute wird Frau a Zotti die Entlassung aus dem Krankenhaus angekündigt. Der Ehemann und der zweijährige Sohn sind dabei. Zudem wird ihnen gesagt, dass gegen 13:00 Uhr die Endkontrolle - die Untersuchung des Kindes - stattfinden soll.

 

Sie begeben sich in den vorgesehenen Untersuchungsraum. Dort sagt man ihnen, sie sollten das Baby zunächst, bis auf die Windel, freimachen.

 

Es muss erwähnt werden, dass das neugeborene Kind von der Geburt an übermäßig weint. Das Kind hält seinen Kopf auf eine Seite geneigt. Sein Halswirbelbereich wurde ganz offensichtlich bei der Geburt verletzt. Vor lauter Schmerzen weint das Baby auch jetzt in dem Untersuchungsraum auffällig stark.

 

Obwohl Familie a Zotti, aufgrund der Reihenfolge, als Nächste dran ist, erfolgt die anberaumte Untersuchung nicht. Im Gegenteil, die zuständige Ärztin, Frau Ayse Idrise Güppertall, verweigert absichtlich die angesagte Untersuchung und sagt zu ihnen wortwörtlich:

 

„Das Kind weint mir zu sehr! Legen wir es vorerst zur Seite! Ich untersuche ihn erst, wenn er sich beruhigt hat!“

 

Frau Ayse Idrise Güppertall ist übermäßig aggressiv in ihrem Verhalten, sowohl dem Ehepaar als auch dessen Baby gegenüber. Sie hat rote Augen, flucht ständig und sieht so aus, als ob sie in jedem Augenblick wie ein Vulkankrater explodieren würde.

 

Die junge Familie a Zotti hat große Bedenken, sie hat Angst, dass die Ärztin das Baby, das keine drei Tage alt ist, den Säugling Jumbiter zu Boden wirft!

 

Schließlich muss das Baby, obwohl in komplett ausgezogenem Zustand 40 Minuten lang warten, bis die Ärztin sich doch dafür entscheidet, ihn auch zu untersuchen!

 

Am Freitag, dem 25.01.2013, nach der nun stattgefundenen Untersuchung wird Frau a Zotti mit dem Baby zusammen aus dem Krankenhaus-Frauenklinik W. entlassen.

 

Für die junge Familie ist es wohl unvermeidlich, dass bei der Handhabung der Ärzte Fehler passieren können. Aber die Verantwortlichen sollten wenigstens die Bereitschaft haben einzugestehen, dass bei der Geburt des betroffenen Kindes etwas falsch gelaufen ist.

 

Stattdessen, hat Frau Güppertall (Kinderärztin) an dem Entlassungstag die Untersuchung des Kindes über 40 Minuten lang verweigert - „weil mir das Kind zu sehr weint.“ - wie sie sagte. Das ist unterlassene Hilfeleistung und eine solche Vorgehensweise setzte die Ärztin ganz bewusst und offensichtlich durch.

 

Es ist äußerst ungerecht, dass ein unschuldiges Wesen, ein Baby herhalten muss für krankhafte Antipathien, Vorbehalte, das total infizierte und kaputte Arbeitsklima und schlussendlich den eindeutigen Hass, der zwischen den slawischen und weiteren Völkern in Deutschland herrscht. Dadurch entsteht ein total destruktives Klima, das selbst in einem deutschen Krankenhaus als Standard zu bezeichnen ist.

 

Die junge Familie kontaktiert regelmäßig die Kinderärztin, Frau Dr. med. Bedarf, und lässt ihr Baby dort untersuchen. Hinzu kommt, dass die Nabelschnur des Kindes höchstwahrscheinlich bei der Geburt nicht fachgerecht verbunden wurde. Denn sechs Wochen lang, von der Geburt an, lief eine Flüssigkeit aus der Nabelschnur. Es war eine minimale Menge, es lief jedoch weiter und roch äußerst unangenehm. Erst nach sechs langen Wochen, mit Hilfe eines von der Kinderärztin verordneten Medikamentes, heilte die Nabelschnur des Sohnes zu.

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