GEGEN DIE ANIMOSITÄT  {„...und wo kommst du her?!...“}

 

 

Neuerscheinung „Die vorgespielte Gerechtigkeit: Unsere Geschichte vom Überleben“

 

 

Geschätzte Literaturinteressierte,

 

es freut mich, Ihnen mein neues Buch vorstellen zu können: „Die vorgespielte Gerechtigkeit: Unsere Geschichte vom Überleben“, 268 Seiten, ISBN: 9783753144818, 15,99 €, soeben im Neopubli-Verlag erschienen.

 

Mein Stil und meine Themenwahl sind hochinteressant. Ganz aktuell habe ich ein Thema bearbeitet, das uns alle betrifft und dabei ein Literaturprogram geschaffen, mit dem wieder neuer Schwung in unsere Branche kommen könnte. Diese liegt, wie wir alle wissen, gerade in einem „Dornröschenschlaf“ und meine Arbeit hat die Bestrebung, diesen ein Stück weit auf zu heben.

 

Lesestoff:

 

Ich bin Vater einer jungen Familie, der nur zusehen konnte, als uns die Rechte durch die Gerichte eines sogenannten Rechtsstaates ganz offensichtlich entzogen wurden, während wir noch bis heute mit den Folgeschäden leben müssen, die uns im Jahr 2011 in der damaligen vom toxischen Befall massiv kontaminierten Wohnung zugefügt worden waren.

Auf der anderen Seite haben die völlig inkompetenten und von den arglistigen Prämissen geprägten Mitarbeiterinnen der Landesfrauenklinik meinem zweiten Sohn - noch bevor er das Licht des Lebens erblicken durfte - den Halswirbelsäulenbereich verletzt, weil sie meine Ehefrau für eine Jüdin hielten.

Insofern gibt es in meinen fünf Tatsachenberichten, die in diesem Band festgehalten und zusammengestellt wurden, kein einziges Motiv, um etwas zu beschönigen. Darum bitte ich Sie um Verständnis dafür, dass unsere bewegenden Zeilen den Leidtragenden dieser Unbekümmertheit - unseren betroffenen Kindern - gewidmet sind. Man sollte sich selbst folgende einfache Frage dazu stellen: Was würde man tun, wenn die eigene Familie, insbesondere die eigenen Kinder, von den vorliegenden Animositäten betroffen gewesen wären? Ich hoffe, dass sie vor Ihrer fachkundigen Beurteilung Bestand haben und Sie mich bei meinem Sachbuch, in dem ich dem Antisemitismus und dem offensichtlichen Hass (Tatsachen, die sich bedauernswerter Weise selbst im Deutschland des 21. Jahrhunderts allmählich intensivieren) entschlossen widerspreche, unterstützen. Denn darin geht es um die Erschütterung der Grundwerte unserer Demokratie.

Unseren Kindern wurden die elementarsten Rechte - 1. „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ (Artikel 1 GG) und 2. „Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit.“ (Artikel 2 GG) - ganz offensichtlich verwehrt und entzogen. Als Vater von zwei betroffenen Kindern sehe ich mich dazu verpflichtet, diese Tatsachenberichte ans Tageslicht zu fördern. Zugleich verleihe ich hiermit, konform mit den Grundrechten - Informationsfreiheit und freie Meinungsäußerung (Artikel 5 GG Abs. 1 Satz 1 2. Alt. GG; „Das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung“ und Artikel 11 EMRK) -, nur dem Ersuchen meiner jungen betroffenen Familie Ausdruck.

 

Leider kann ich Ihnen das Buch aufgrund der gegenwärtigen Pandemie nicht öffentlich vorstellen. So bleibt es einstweilen bei diesem Hinweis. Damit Sie wenigstens eine ungefähre Ahnung bekommen, was Ihnen da entgeht, hänge ich eine Begebenheit meines aktuellen Werks unten an.

 

Die vorgespielte Gerechtigkeit: Unsere Geschichte vom Überleben: Berlin: Neopubli-Verlag, 08.01.2021, 268 Seiten, ISBN: 9783753144818, 15,99 €. Das Buch ist über Buchhandel.de (Thalia, Amazon) bestellbar und wird hiermit wärmstens empfohlen! Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit.

 

Ihr Arber Shabanaj

 

 

(Leseprobe von meinem Werk "Die vorgespielte Gerechtigkeit: Unsere Geschichte vom Überleben")

 

Vorwort zum Anhang

 

Für den interessierten Leser, der sich eingehend mit den Hintergründen der dargestellten Problematik befassen möchte, wurde der Anhang zusammengestellt.

Es besteht aus Kopien der Dokumente, die im Vorfeld und während des Prozesses eine Rolle gespielt haben: Schreiben der Anwälte, Gutachten, Fotos, Urteile usw. Die angefügten Kopien entsprechen den Originalen, abgesehen davon, dass aus Gründen des Datenschutzes die Namen der beteiligten Personen verändert wurden.

Sollten Sie dennoch Ähnlichkeiten mit Ihnen bekannten Personen feststellen, sind diese rein zufällig und keinesfalls beabsichtigt.

Es ist das Anliegen des Autors, dem Leser auf diese Art einen umfassenden Eindruck der Gesamtsituation zu vermitteln.

 

 

 

 

Aus dem Gedächtnisprotokoll der Familie des Autors. Diese Kurzgeschichte gibt den exakten Verlauf des Sachverhaltes wieder und basiert auf dem wahren Geschehen.

 

„Schatz, Schatz!“

 

Ein tiefer Schlaf scheint ihn in das Reich der Träume entführt zu haben.

 

Er wird wach. Als er um diese Zeit, kurz nach Mitternacht, seine Augen aufmacht, scheint alles in ein magisches Ambiente getaucht zu werden. Er ist vielseitig talentiert, besitzt magnetische Anziehungskraft und ein starkes Charisma.

 

„Ich musste dich aufwecken! Ich glaube, dass die Fruchtblase bald soweit sein dürfte.“, informiert ihn seine hochschwangere Ehefrau.

 

Ein gemeinsames Kind haben sie schon: Einen zweijährigen Sohn. Der Sohn kommt nach seinem Vater, ist ihm komplett ähnlich und heißt Panteon. Dieses Kind verfügt über eine zarte, beinahe göttliche Schönheit und in genau 12 Tagen wird es 2 Jahre alt. Als der Junge 18 Monate alt war, konnte er schon recht klar und deutlich sprechen.

 

Der Ehemann strahlt Optimismus aus, er ist voller Elan. Selbst das Kind wirkt fröhlich und ist mit Enthusiasmus außergewöhnlich früh aufgestanden. Allesamt folgen sie im hinterhältigen Morgengrauen den Schritten der Hochschwangeren.

 

Es soll ein Sohn werden. Sie werden um einen weiteren Sohn reicher. Laut den bisherigen Untersuchungen, die die Gynäkologin Dr. Klara Deutsch, die eine hochtalentierte Ärztin und selbst Mutter von drei Kindern ist, durchgeführt hat, ist seine Ehefrau kerngesund, genau wie das Baby im Mutterleib. Dies ist für eine Familie, ja für jeden bei klarem Verstand der höchste Lebensreichtum.

 

Sie müssen nicht lange gehen, nur ein paar Meter bis zum Taxi.

 

Es ist ein Mittwoch, der 23.01.2013, gegen 05:30 Uhr. Mit dem Taxi fahren alle zusammen in Richtung W. Frauenklinik und kommen gegen 05:45 Uhr dort an.

 

Ihr erstes Kind ist in einem anderen Krankenhaus in derselben Stadt zur Welt gekommen. In jenem Krankenhaus hat das Ehepaar bei der Geburt des Sohnes miserable Erfahrungen gemacht und eine grauenvolle Aufnahme erlebt. Vielleicht entschieden sie sich deshalb dieses Mal für ein anderes Krankenhaus, aber auch darum, weil in der W. Frauenklinik die meisten Kinder der Stadt das Licht der Welt erblicken.

 

Der Ehemann, seine hochschwangere Frau und der erste Sohn betreten die W. Frauenklinik. Im Inneren in der Nähe des Eingangs strahlt der Boden. Etwas weiter innen ist das nicht mehr der Fall. Die Wand ist befleckt, teilweise beschmutzt und es riecht stark nach antiseptischen Mitteln.

 

Sie stehen vor einer Tür. Die ist nicht von außen zu öffnen, sondern nur von innen. Diese Tür führt zu dem Bereich, in dem entbunden wird. Sie klingeln und die Tür geht auf. Sie betreten den inneren Trakt der Klinik.

 

 

Sie werden von einer Dame mit einem erzwungenen „Guten Morgen“ empfangen, in der Verkörperung eines Menschen, der nur gezwungenermaßen arbeiten geht. Solchen haben nicht etwa Spaß oder Interesse an ihrer Arbeit, sondern die Gewohnheit, die Rentenversicherung und andere Umstände verlangen es so.

 

Die höfliche Begrüßung des Ehemannes, eines gepflegten Akademikers, überstrahlt das wenig beleuchtete Ambiente.

 

„Na dann, kommen Sie mal mit!“, sagt die Dame zu ihnen, dreht ihnen den Rücken zu und geht weiter. Sie bemühen sich ihren hektischen Schritten zu folgen.

 

Bis jetzt war nirgendwo ein Desinfektionsspender zu sehen. Selbst hier im Bereich der Entbindungsklinik haben ihre Augen noch keinen erspäht. Obwohl so etwas in der Regel, mal ganz abgesehen von den multiresistenten Keimen und Viren, heutzutage als Pflicht verstanden wird.

 

Die Frau geht in einen Raum, die Familie hinter ihr her. Sie sind nun in der Aufnahme beziehungsweise im Empfangsraum.

 

Kurz nach 08:00 Uhr, am frühen Morgen dieses Mittwochs, den 23.01.2013, wird die hochschwangere Ehefrau auf ein Bett im Empfangsraum gelegt. Ein CTG wird um ihren freigelegten Bauch angeschlossen, um die Herzschläge des Babys im Mutterleib wahrnehmen zu können. Die ersten Formalitäten hat dieselbe Dame von zuvor vorgenommen. Sie hat sich jetzt letztendlich vorgestellt:

 

„Ich heiße Walburga Schmiidt, mit zwei `ii´ geschrieben. Ich bin die zuständige Hebamme der Station.“

 

Das stark gerollte „r“ und „l“, während sie redet, ist bei Frau Schmiidt kaum zu überhören. Zeitgleich kommt eine weitere, wesentlich jüngere Frau in den Empfangsraum. Sie grüßt und stellt sich gleich vor:

 

„Guten Morgen! Mein Name ist Katja Gusica und ich befinde mich im 1. Ausbildungsjahr zur Hebamme.“

 

Es ist keine große Intelligenz nötig, um die Unzufriedenheit und Nervosität an der Mimik der Auszubildenden Frau Gusica abzulesen.

 

„Familie a Zotti. Was für ein schöner Name!“, sagt die Hebamme, als sie die Versichertenkarte der schwangeren Ehefrau in das dafür geeignete Gerät einführt und die weiteren schriftlichen Aufnahmedaten aufnimmt.

 

Das Gesicht der Hebamme ist außergewöhnlich rot, während sie das sagt, und ihre Mimik ist einfach nicht für das Lächeln geeignet. Somit hat die Hebamme der jungen Familie die Initiative sich selbst vorzustellen einfach genommen.

 

Anschließend fängt sie an, sich mit ihrer Kollegin, der Auszubildenden, in einer anderen Sprache zu unterhalten. Das Ehepaar schafft es nicht diese Sprache einzuordnen. Es ist auf jeden Fall eine slawische Sprache und in jenem Ambiente hört sie sich ausdrücklich seltsam und gewöhnungsbedürftig an, insbesondere für das Ohr eines zweijährigen Kindes.

 

„Mama, das eben war kein Deutsch!“, sagt das kluge Kind gleich, aber sehr leise, damit sie ihn möglichst wenig hören können.

 

„Und wie heißt Ihr Sohn?“, fragt erneut die Hebamme.

 

„Panteon.“, antwortet die Mutter des Kindes, die wegen der ersten leichten Wehen dabei ist, die passende Liegeposition auszuprobieren.

 

Das Ehepaar staunt nur, wieso die beiden Frauen sich nicht um die Schwangere kümmern, wofür sie schließlich bezahlt werden, sondern gleich in die Privatsphäre des anderen vorzudringen versuchen!

 

„Was für einen großen Namen hat Ihr Sohn! Und was bedeutet das?“, erneut die Hebamme.

 

„Das ist einfach ein Name.“, antwortet der Ehemann.

 

Die Ehefrau mit dem CTG-Gerät um dem Bauch dreht sich aufgrund der Schwangerschaftswehen. Sie staunt noch immer über die Aufnahme, die sie erleben. Dennoch verfügt das besonnene Ehepaar über ein hohes Maß an Intelligenz und Kultur und schweigt. Das Paar ahnt, dass es sich auf dünnem Eis bewegen würde, würden sie es wagen, die Damen an ihre Pflichten zu erinnern.

 

Die Antwort des Ehemannes stellt aber die Hebamme nicht zufrieden. Sie setzt deshalb ihren Fragemarathon fort:

 

„Sind Sie … Ich meine nur … wir beide meinten, Sie könnten möglicherweise `Juden´ sein!“

 

„Das wären wir auch sehr gerne. Und wenn wir doch `Juden´ sind, was dann? Wäre das so schlimm? Darf man denn nicht das sein, was man ist?! Tut mir leid, aber ich schaffe es nicht den Sinn Ihrer gestellten Frage zu dechiffrieren!“, erwidert der Ehemann und ist leicht besorgt über die skurrile Begrüßung, die die junge Familie erfährt.

 

„Neeeiiin! Das ist nicht schlimm … das wäre auch OK! ... Der Vorname Ihrer Ehefrau, Ihres Sohnes … Vor dem Hintergrund dachte ich einfach nur so … wir beide dachten, dass Sie möglicherweise `Juden´ sein könnten, da wir gehört haben, dass die `Juden´ markante Namen haben und nur sie dazu die Fähigkeit hätten, die Namen zu übersetzen und herzuleiten!“, sagt die Hebamme Schmiidt.

 

„Ich fühle mich geehrt, davon abgesehen, dass selbst der Gottallmächtige auch ein `Jude´ ist. Und ein jeder Name in den unterschiedlichen Sprachen der Welt hat seine Bedeutung. Aber nicht jeder Name ist zu übersetzen.“, antwortet der Ehemann mit Vernunft und Wahrhaftigkeit.

 

„Sie sind doch keine Deutschen, oder?!“, die Hebamme erneut. Die Auszubildende schweigt nur, verfolgt jedoch mit Interesse die Fragen und Antworten so, als ob sie sie selbst stellen würde.

 

Wie oft hat der Ehemann solch eine Frage mit anhören müssen. Wie oft wurde ihm dieselbe Frage gestellt. Ihm, einem Bürger dieses Landes, der es dank seiner eigenständigen und brillanten integrativen Kraft sogar geschafft hat hier als Schriftsteller tätig zu sein.

 

Jetzt wird ihm wieder einmal von einem „Persönchen“, das nicht einmal annähernd wie er in der Lage ist, sich in der deutschen Sprache korrekt auszudrücken, eine solch monotone und ausdrücklich unverhältnismäßige Frage gestellt. Einen deutschen Namen hat sie selbst ebenfalls nicht, das noch obendrein.

 

„Eingebürgert und im Besitz eines deutschen Passes bin ich. Überdies bin ich ein sekundärer Immigrant, derjenige also, der etwas später nach Deutschland zugezogen ist. Primäre Immigranten, sind diejenigen, die sich seit über 75 Jahren hier aufhalten dürfen, falls das für Sie von so großer Bedeutung sein sollte.“, antwortet der Ehemann. Er ist in seinem Inneren etwas genervt, aber er will auf keinen Fall das Tier in diesen Frauen wecken. Er möchte erleben, dass hier in dieser Frauenklinik sein gesundes Kind zur Welt kommt. Dafür ist die junge Familie eigentlich hier.

 

„Und wo kommen Sie her?!“, bleibt die Hebamme bei ihrer Neugier.

 

„Wir kommen ursprünglich aus Albanien. Wir haben die Ehre mit Stolz sagen zu dürfen, dass wir Albaner sind.“, antwortet der Ehemann mit der Hoffnung, dass jetzt endlich mit solchen „Stasi-Befragungen“ aufgehört wird. Seine Bildung und die warmherzige Erziehung gestatten ihm nicht, der Gesprächspartnerin dieselbe Frage zu stellen.

 

„Ah soooo!“, stöhnt die Hebamme.

 

„Sag doch gleich, Albanien liegt in der Nähe von Argentinien!!!“, interveniert die Auszubildende. Und das ist kein Scherz oder Spaß, weil die beiden Damen keinen Sinn für Humor haben. Die Auszubildende hat ihren Satz voller Seriosität und Selbstbewusstsein gesagt. Sie ist sogar stolz auf sich und auf das, was sie gesagt hat, als ob sie gerade eben einen neuen Kontinent entdeckt hätte.

 

„Ich meine ja.“, antwortet die Hebamme der Auszubildenden ernsthaft.

 

Das Ehepaar schweigt und staunt. Es erwidert nichts auf die soeben von den Frauen ausgesprochenen Behauptungen, weil es weiß, dass das keinen Zweck hat und auch keinen Sinn ergibt.

 

Die exzellente Kultur, über die es verfügt, würde dem Ehepaar nie erlauben die Gesprächspartnerinnen zu fragen „Und woher kommen Sie denn?!“, weil nur Menschen, die selbst woanders herkommen, derartige Fragen zuallererst stellen. Auch die zwei Krankenhausbeschäftigten halten sich für das, was sie in der Wirklichkeit nicht sind und das was sie eigentlich nie sein wollten.

 

Demzufolge kommt solch eine idiotische Frage für das Ehepaar nicht in Betracht. Außerdem möchten die beiden die unheilbaren Komplexe der Frauen nicht noch mehr strapazieren.

 

 

Nach genau einer Stunde und 30 Minuten kommt endlich eine Ärztin in den Empfangsraum.

 

„Guten Morgen, ich heiße Doktor Stanislava Gudra.“, stellt sich die Frau gleich vor und begrüßt die Familie.

 

„Guten Morgen Frau Dr. Gudra, sehr erfreut. Familie a Zotti.“, antwortet der Ehemann höflich.

 

„Ist die Schwangerschaft gut verlaufen?“, fragt Frau Dr. Gudra, während sie den Mutterpass aufblättert.

 

„Bisher ist alles bestens verlaufen und das Baby ist kerngesund.“, antwortet ihr Frau a Zotti.

 

„Das ist sehr gut. Das erkenne ich auch in Ihrem Mutterpass.“, sagt die Ärztin.

 

Frau Dr. Gudra nimmt der hochschwangeren Frau Blut ab.

 

„Sie haben leichte Hände, Frau Doktor und sind eine sehr hübsche Frau, wenn ich das sagen darf.“, sagt Frau a Zotti ohne irgendwelche Hintergedanken, ohne Vorbehalte.

 

„Uh, danke sehr! Das ist aber nicht alles im Leben. Ein Doktortitel erst recht nicht. Ich gehe auf die Vierzig zu und ich hätte selbst sehr gern ein solches Kind wie Sie und auch ein weiteres dazu.“, antwortet die Ärztin.

 

Die anderen beiden Frauen sind im Moment ohne Beschäftigung.

 

„Frau Doktor das kommt noch, bestimmt. Und dann haben Sie erst recht alles.“, Frau a Zotti, trotz ihrer ersten Wehen, versucht der Frau Hoffnung zu machen.

 

„Ja …! Sie haben recht. Vielleicht. Aber dafür braucht eine Frau zunächst einen Mann. Und so einen gutaussehenden Mann wie Ihren, noch dazu intelligent, findet eine Karrierefrau meistens nur im Traum!“, die Ärztin lädt scheinbar ihre innere Last ab.

 

Die junge Familie sagt nichts mehr dazu.

 

„So! Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Geburt Ihres Kindes, Frau a Zotti. Ich habe jetzt Feierabend und möchte mich verabschieden. Aber eine Kollegin ist hier im Haus und sie wird bei Ihnen sein. Also dann, tschüss zusammen.“, sagt Frau Dr. Gudra und geht.

 

Die Ärztin hat sich ganze 20 Minuten in dem Raum aufgehalten.

 

Die Schwangerschaftswehen, die Frau a Zotti bis zu diesem Zeitpunkt spürt, sind der normalen und erträglichen Natur.

 

Jetzt endlich sehen die Hebamme und die Auszubildende in ca. 15-minütigen Abständen nach der Ehefrau, um die Wehen zu kontrollieren und kleine Untersuchungen vorzunehmen, unter anderem das Abtasten des Muttermunds.

 

Gegen 08:00 Uhr wird die Hochschwangere in einen anderen Raum verlegt. Der Ehemann und der zweijährige Sohn können sie bis hierher begleiten. Zunächst wird ein anderes CTG um den Bauch der Ehefrau angelegt. Etwa zehn Minuten danach, geht die Hebamme aus dem Kreißsaal mit der Begründung, sie werde gebraucht.

 

Bei Frau a Zotti bleibt nur die Auszubildende.

 

Die Auszubildende tastet in 15-minütigen Abständen Frau a Zotti vaginal ab, um mit den Fingern zu messen, wie weit der Muttermund geöffnet ist.

 

Anschließend hat sie sogar das Recht, allein, ganz selbstständig und beliebig schriftliche Eintragungen in die auf dem Tisch liegenden Akten von Frau a Zotti vorzunehmen! Die Auszubildende informiert das Ehepaar dabei, indem sie ihnen ihre exakten Messungen kundtut:

 

„Es ist vier Zentimeter weit!“ „Es sind fünf Zentimeter geworden!“

 

Herr a Zotti, der eine sehr gute Diplomarbeit mit den Schwerpunkten Biologie und Medizin geschrieben hat, traut seinen Ohren und Augen nicht, als er das mit anhören und ansehen muss.

 

Inzwischen spürt Frau a Zotti starke Schmerzen, besonders im Rückenbereich. Dazu, insbesondere durch das Herumfummeln der Auszubildenden, wird die Hochschwangere gezwungen ihre Halbliege- und Liegeposition stets zu wechseln. Das könnte bei Frau a Zotti noch weitere Schmerzen und Unannehmlichkeiten ausgelöst haben.

 

 

Erst gegen 08.50 Uhr kommt eine weitere Ärztin.

 

Die Ärztin, die zu diesem Zeitpunkt zu der jungen Familie kommt, sieht die Familie a Zotti zum ersten Mal. Sie gibt dem Ehepaar kaum die Chance, sie richtig einzuschätzen. Ein solches Antlitz, wie das der gerade erschienen Ärztin, könnte höchstens ein versehentlicher sexuelle Akt zwischen Alice Schwarzer und Woody Allen hervorgebracht haben. Das war der erste und einzige Eindruck, den diese Person bei Familie a Zotti hinterließ.

 

Alles gerät in Hektik, sobald sie in dem Raum auftaucht. Sie befiehlt dem Ehemann, zusammen mit seinem Sohn den Raum zu verlassen.

 

Der Ehemann, Herr a Zotti, leistet dem ausdrücklich aggressiven und unfreundlichen Befehl der Ärztin Folge! Er wird rausgeworfen und ihm wird somit das Recht, als Vater den Geburtsakt seines eigenen Kindes zu erleben, verwehrt.

 

Er darf sich, zusammen mit seinem zweijährigen Sohn, solange in dem Korridor des Hospitals aufhalten.

 

 

Erst gegen 09:20 Uhr wird dem Vater das Recht erteilt, seine Ehefrau und sein eigenes Kind sehen zu dürfen.

 

Seine Frau, die sonst immer so fröhlich ist und Optimismus ausstrahlt, liegt kreidebleich und tief in Gedanken versunken im Bett des Kreißsaals. Auf ihrer Brust liegt das Baby, aber die Blicke der Mutter sind in Richtung Himmel gerichtet.

 

Sobald sie ihren Mann wiedersieht, fängt sie an zu weinen. Das Neugeborene schreit und weint ununterbrochen. Auch für den zweijährigen Sohn ist das eine völlig neue Situation. Der Ehemann versucht, seine Frau zu beruhigen. Sie hat Schmerzen im Beckenbereich. Keiner ist bei der Familie. Sie sind komplett allein.

 

„Sobald du mit Panteon draußen warst, hat die Ärztin mit dem Aussehen eines Eichhörnchens einen weiteren Herrn dazu geholt. Weder sie noch der Herr haben sich vorgestellt. Stattdessen haben sie mit Hilfe eines Gerätes, das ich so schnell kaum identifizieren konnte, unseren Sohn herausgesaugt! Der Geburtsakt unseres Sohnes wurde unnötig beschleunigt. Unser Kind wurde herauskatapultiert, mein Schatz!“, berichtet seine Ehefrau über den erlebten Höllentrip in einem deutschen Krankenhaus.

 

Herr a Zotti ist entsetzt und hört nur zu. Das Baby liegt auf der Mutter, weint und schreit. Keine von den Frauen, die hier beschäftigt sind und für ihre Pflicht und Arbeit bezahlt werden, wäscht das Kind. Keine von ihnen putzt das Gesicht und den Körper des Babys.

 

„Mir wird einfach übel, wenn ich die Politiker dieses Landes in den Nachrichten sagen höre: `Kinder sind unsere Zukunft!´ Solle doch die Familienministerin selber hierher kommen und in der Obhut solcher primären Immigranten mit slawischer Herkunft ihre Kinder zur Welt bringen.“, spricht seine Ehefrau wieder einen Refrain der Wahrheiten aus.

 

„Keiner hat sich um das Baby gekümmert?!“, fragt der Ehemann.

 

„Das Kind ist gegen 09:03 Uhr zur Welt gekommen. Gleich nach der Geburt und sobald die Nabelschnur des Kindes verbunden war, nahm die sogenannte Hebamme es zum Wiegen mit. Und nach ca. einer Minute brachte sie das Kind wieder zu mir. Anschließend ging sie prompt raus!“, antwortet seine Frau.

 

Er versucht seine Ehefrau, die durch die schrecklichen Erlebnisse mitgenommen und empört ist, einigermaßen abzulenken. Das gelingt ihm dieses Mal aber kaum.

 

Denn das, was sie als junge Familie gerade erleben, kommt sicherlich selbst in den Entwicklungsländern der „dritten Welt“ nicht vor, geschweige denn in einem fortgeschrittenen, in einem so genannten „freien Land“, wie es Deutschland ist.

 

„Wie möchtest du das Kind nennen?“, fragt er sie.

 

„Du entscheidest!“, antwortet sie.

 

Er sagt zunächst nichts.

 

„Ich möchte, dass du unserem Sohn den Namen gibst. Suche bitte einen großartigen Namen für ihn aus, damit diese `Schattengestalten´ vor Neid explodieren.“, sagt ihm seine Ehefrau.

 

„Jumbiter. Wir geben ihm den Namen Jumbiter.“, sagt der Ehemann zu ihr, der diesen großartigen Namen für sein Kind aussucht.

 

 

Gegen 09:50 Uhr kommt die Auszubildende in den Kreißsaal. Die anderen lassen sich nicht mehr blicken!

 

„Wir müssen hier den Raum freimachen! Ich verlege Sie jetzt in einen anderen Raum.“, sagt die Auszubildende und bringt Frau a Zotti mit dem Baby in ein weiteres Zimmer.

 

Jetzt sind sie zu viert: Der Vater, die Mutter und ihre zwei Söhne. Und sie befinden sich in dem anderen Zimmer.

 

In diesem Raum ist es sehr kalt. Draußen herrschen niedrige Temperaturen, denn es ist Winter. Die Tür von diesem Raum steht offen. Alle Fenster sind geöffnet und die Heizkörper sind nicht aufgedreht.

 

Gegen 10:30 Uhr kommt die Auszubildende in den Raum, um dem neugeborenen Kind das Band mit dem Namen ums Handgelenk anzubringen.

 

Erst als der Ehemann sie darauf aufmerksam macht, dass es im Raum sehr kalt ist - was sie bejaht -, erst dann ergreift die Auszubildende die Initiative, die Fenster zu schließen und die Heizung aufzudrehen. Anschließend, gegen ca. 10:40 Uhr, verlässt sie mit den Worten: „Jetzt haben wir Pause!“ den Raum.

 

Das Zimmer, in dem sie sich befinden, wärmt sich sehr schlecht und langsam auf. Sie müssen in dem noch recht kalten Raum allein bleiben, während das neugeborene Baby ununterbrochen schreit und weint.

 

Bis um genau 13:30 Uhr sind sie zurückgelassen und irgendwie in dem kalten Raum vergessen worden. Bis zu diesem Zeitpunkt kommt keiner zu ihnen, um Frau a Zotti zu erklären, wie sie das Baby stillen soll. Auch keine von den Hebammen und anderen Angestellten gibt sich die Mühe, das Baby zu reinigen, beziehungsweise überhaupt einmal einen Blick auf das neugeborene Kind zu werfen und nach dem Stand zu fragen.

 

 

Erst jetzt um genau 13:30 Uhr, als die „Pause vorüber ist“, kommt die Auszubildende zu der jungen Familie. Sie verlegt Frau a Zotti zusammen mit ihrem Baby in ein weiteres Zimmer. Danach verlässt sie den Raum. Von Ihrer Seite kommen keine weiteren Informationen. Nichts wird erklärt, nichts wird angesprochen, auf gar nichts wird Frau a Zotti hingewiesen; keine Empfehlung bis zu diesem Zeitpunkt, keine Fürsorge, kein Ratschlag, nichts.

 

Die Auszubildende taucht nicht mehr auf. Wenigstens ist jetzt nach einigen Stunden der Raum für das Baby und auch für die Mutter ausreichend beheizt.

 

Der Aufenthalt in der W. Frauenklinik, ist für Frau a Zotti und das Baby eine seltsame Odyssee. Verständlicherweise schafft sie es kaum, über den Horror hinweg zu kommen, den die Mitarbeiter der Klinik ihr bereitet haben.

 

Sie wird regelmäßig von ihrem Ehemann und dem zweijährigen Sohn im Krankenhaus besucht.

 

 

Es ist Freitag, der 25.01.2013. Draußen liegt ein wenig Schnee und es herrschen Temperaturen knapp unter 0°C.

 

Heute wird Frau a Zotti die Entlassung aus der W. Frauenklinik angekündigt. Der Ehemann und der zweijährige Sohn sind dabei. Zudem wird ihnen gesagt, dass gegen 13:00 Uhr die Endkontrolle, also die Untersuchung des Kindes, stattfinden soll.

 

Sie begeben sich in den vorgesehenen Untersuchungsraum. Dort sagt man ihnen, sie sollten das Baby zunächst bis auf die Windel freimachen.

 

Es muss erwähnt werden, dass das neugeborene Kind von der Geburt an übermäßig weint. Das Kind hält seinen Kopf auf eine Seite geneigt. Sein Halswirbelbereich wurde offensichtlich bei der Geburt verletzt. Vor lauter Schmerzen weint das Baby auch jetzt in dem Untersuchungsraum auffällig stark.

 

 

Obwohl Familie a Zotti aufgrund der Reihenfolge als Nächste dran ist, erfolgt die anberaumte Untersuchung nicht. Das Gegenteil ist der Fall, denn die zuständige Ärztin, Dr. Ayse Idrise Güppertall, verweigert absichtlich die angesagte Untersuchung und sagt zu ihnen wortwörtlich:

 

„Das Kind weint mir zu sehr! Legen wir es vorerst zur Seite! Ich untersuche ihn erst, wenn er sich beruhigt hat!“

 

Dr. Güppertall ist übermäßig aggressiv in ihrem Verhalten, sowohl dem Ehepaar als auch dessen Baby gegenüber. Sie hat rote Augen, flucht ständig und sieht so aus, als ob sie in jedem Augenblick wie ein Vulkankrater explodieren würde.

 

Die junge Familie a Zotti hat große Bedenken. Sie hat Angst, dass die Ärztin den Säugling Jumbiter, der keine drei Tage alt ist, zu Boden wirft!

 

Schließlich muss das Baby, trotz komplett ausgezogenem Zustand, 40 Minuten lang warten, bis die Ärztin sich doch dafür entscheidet, ihn auch zu untersuchen.

 

 

Am Freitag, den 25.01.2013, nach der letztendlich stattgefundenen Untersuchung wird Frau a Zotti mit dem Baby zusammen aus der Frauenklinik W. entlassen.

 

Für die junge Familie ist es wohl unvermeidlich, dass bei der Handhabung der Ärzte Fehler passieren können. Aber die Verantwortlichen sollten wenigstens die Bereitschaft haben einzugestehen, dass bei der Geburt des betroffenen Kindes etwas falsch gelaufen ist.

 

Stattdessen verweigert Dr. Ayse Idrise Güppertall (Kinderärztin) am Entlassungstag die Untersuchung des Kindes über 40 Minuten lang - „weil mir das Kind zu sehr weint“ - wie sie sagte. Das ist unterlassene Hilfeleistung und eine solche Vorgehensweise setzt die Ärztin ganz bewusst und offensichtlich durch.

 

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